Gegründet um das Jahr 994 von Pfalzgraf Aribo I., war Kloster Seeon über Jahrhunderte ein Ort des Glaubens, der Bildung und der Kunst. Mönche pflegten hier das benediktinische Motto „Ora et labora“ – Beten und Arbeiten – und machten das Kloster zu einem Mittelpunkt der geistigen Kultur Südostbayerns. Besonders die Seeoner Schreibschule erlangte überregionale Bedeutung: In ihren Skriptorien entstanden kunstvoll illuminierte Handschriften, die heute als Meisterwerke mittelalterlicher Buchkunst gelten.
Die Ausstellung zeigt anhand von Originalen, Nachbildungen, Modellen und digitalen Medien, wie sich das Klosterleben im Laufe der Jahrhunderte veränderte – vom Mittelalter über die Barockzeit bis zur Säkularisation im Jahr 1803, als das Kloster aufgelöst wurde. Auch die wechselvolle Nutzung des Gebäudekomplexes nach der Aufhebung wird beleuchtet: als Kurbad, adeliges Schloss, Flüchtlingslager, Schule Bundesgrenzschutz und schließlich seit 1993 als modernes Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern.
Täglich geöffnet von 9 – 17 Uhr, Eintritt frei!
Rahmenprogramm zur Ausstellung:
Führungen durch die Ausstellung
Samstag: 11.4., 9.5., 13.6., 11.7., 15.8., 19.9. 17.10.2026
Beginn: 14 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde)
Treffpunkt: Dauerausstellung
Teilnahme kostenfrei!

